Kurzbeschreibung des Projekts
Hintergrund/Problemstellung:
In der Provinz Nord-Kivu gibt es bisher kein vergleichbares radiologisches Zentrum. Auf der anderen Seite betreibt die Diözese Goma in der Provinzhauptstadt selbst und in diversen anderen Orten der Region verschiedene medizinische Einrichtungen (Krankenhäuser, Gesundheitsstationen, Medikamentendepots, usw.) und ist somit einer der wichtigsten Akteure im Gesundheitswesen in der gesamten Provinz. Somit liegt es auf der Hand, dass dieser lokale Partner (Diözese Goma / Caritas Goma) jetzt auch mit der Umsetzung und künftigen Betrieb des Radiologischen Zentrums „Tirol“ betraut wird.
Ziele:
- Es wird die erste voll funktionstüchtige Radiologiestation für die Bevölkerung der Provinzhauptstadt Goma (ca. 500.000 Einwohner) sein
- Die Einrichtung wird selbst tragend von der Diözese Goma betrieben werden und nicht nur den Bewohnern der Stadt Goma, sondern auch der umliegenden ländlichen Bevölkerung zur Verfügung stehen.
- Das Radiologiezentrum wird durch Früherkennung von diversen Krankheiten die Gesundheitssituation der Bewohner von Goma verbessern.
- Die im Zentrum vorgesehenen Schulungsmaßnahmen speziell für Frauen hinsichtlich Geburtenkontrolle, HIV-Prävention und Basisgesundheitskenntnisse (in Kooperation mit der „Aktion Regen“) werden den einbezogenen Frauen helfen, sich zu mündigen Patienten und verantwortungsbewussten Müttern hin zu entwickeln.
Zielgruppe:
1. Zielgruppe sind die Bevölkerung von Goma und aus dem Umfeld der Distrikthauptstadt (500.000 bis 700.000 Menschen)
2. Frauen der Stadt Goma, die sich bewusst mit Geburtenkontrolle, Prävention gegen HIV und Krankheiten im Allgemeinen bewusst informieren wollen ( ca. 5.000 – 7.000)
Aktivitäten:
- Bau des RADIOLOGIEZENTRUM „TIROL“ auf einem zentral in der Stadt Goma gelegenen Grundstücks der Diözese Goma mit weiteren Platzreserven für weitere medizinische Einrichtungen (z.B. eine Ambulanz).
- Raumprogramm des Zentrums (16x20m = 320 m2):
- 4 Untersuchungsräume (samt 6 Umkleidekojen): Sonographie, Röntgen, Durchleuchtung, Blutabnahme
- 2 Labors
- 3 Administrationsräume: Empfang, Befundung, Sekretariat
- 1 Schulungs- / Sitzungsraum
- 1 Personalraum
- div. Nebenräume: 1 Lager, 3 Toiletten,
- offener Wartebereich, der mit dem großzügigen überdachten Eingangsbereich eine Einheit bildet
- Der laufende Betrieb der Einrichtung wird nach Fertigstellung der Bauarbeiten und fachgerechter Installation der technischen Geräte und Einschulung des künftigen medizinischen Personals von der Diözese Goma getragen. Wie in den Ländern Afrikas üblich werden die Untersuchungen gegen Bezahlung durchgeführt und damit wird der laufende Betrieb finanziert. Speziell für arme Menschen wird über ein eigenes Unterstützungsprogramm dieser Kostenbeitrag auf andere Art und Weise getragen, der aber den laufenden Betrieb nicht gefährdet, weil diese Kosten dem Zentrum nicht verloren gehen.
Partnerorganisation:
DIÖCESE GOMA / CARITAS GOMA
Abbé Oswald Musoni (Caritasdirektor in Goma)
Langjähriger verlässlicher Partner in der Region.
Durch das weitgehende Fehlen von stabilen staatlichen und regionalen Strukturen und Infrastrukturen, spiele besondern in der DR Kongo die katholische Kirche eine ganz wichtige Rolle zur Abdeckung von öffentlichen Bedürfnissen. So betreibt die Diözese Goma bereits verschiedene medizinische Einrichtungen in der ganzen Region (kleine Krankenhäuser, Gesundheitsstationen, Medikamentendepots, usw.).
ROTARY NETZWERK
(Brixen, Innsbruck, Meran, Nymphenburg)
Dieses Netzwerk unterstützt substantiell die Aus- und Fortbildung der Ärzte und Röntgentechniker sowie den Erwerb und die Installation der für Radiologie und Sonographie erforderlichen Geräte und technischen Ausstattung. Darüberhinaus werden jene Aktivitäten gefördert, die für die Nachhaltigkeit des Betriebes dieser Anlage erforderlich sind.
download aktueller Plan (.pdf)
Spender:
Johnson & Johnson Medical Products GmbH Vienna, Dr. Florian Meise & Dr. Matthias Meise ADCURAM Group AG München, Altbischof Dr. Reinhold Stecher sowie die Bruderschaft St. Christoph
Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Ullrich Meise
Univ.-Klinik für Psychiatrie
Medizinische Universität Innsbruck
E-Mail:
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